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Millerntor Gallery #6 Symposium – „Wie gestalten Kunst und Sport den gemeinschaftlichen Raum?“

Eine hochinteressante Veranstaltung im Ballsaal des Millerntorstadions. FC St. Pauli Präsident Oke Göttlich diskutiert mit Maarten Thiele (RaS) und anderen Expert*innen über Stadtentwicklung. Dabei wird sicher auch geklärt, warum man Sporthallen nur zusammen mit profitablen Hotelprojekten in 50m Höhe realisieren kann und Anwohnerinteressen, Denkmalsschutz und Wohnqualität dabei zweitrangig sind … Alle hin da!

 

Millerntor Gallery #6 Symposium

In diesem Jahr beschäftigen wir uns während des Symposiums der Millerntor Gallery #6 gemeinsam mit Expert*innen und Vertreter*innen aus Kunst, Kultur und Sport mit Fragen der Raumgestaltung und des Zusammenlebens. Als Leitfrage dient: „Wie gestalten Kunst und Sport den gemeinschaftlichen Raum?“

Source: calendar.boell.de/de/event/millerntor-gallery-6-symposium

 

Falsche Mehrheit beschließt Event-Center auf dem Bunker Feldstraße

Ohne Fraktionszwang hätte es gestern in der Bezirksversammlung Mitte eine klare Mehrheit gegen die Bunkeraufstockung gegeben, rechnet die Piratenpartei vor und fragt ob ein Bürgerbegehren nicht das beste Mittel sei, jetzt gegen diesen undemokratischen Entscheidungsprozess vorzugehen …

 

[Mitte] Falsche Mehrheit beschließt Event-Center auf dem Bunker Feldstraße

Am vergangenen Dienstag stimmte die Bezirksversammlung (BV) Hamburg-Mitte in einer Sondersitzung über die umstrittene Aufstockung des Hochbunkers in der Feldstraße im Stadtteil St.Pauli ab. Im Ergebnis stimmten 31 Abgeordnete aus SPD, Grünen und Teilen der CDU-Fraktion dafür, PIRATEN, Linke, Teile der CDU und – gegen Zustimmung von falscher Seite kann man sich nicht wehren – AfD mit gesamt 14 …

Source: piraten-hh.de/2016/07/07/mitte-falsche-mehrheit-beschliesst-event-center-auf-dem-bunker-feldstrasse/

 

Bezirkliche Festlegung mit unbestimmtem Ausgang

Nach der gestrigen Entscheidung der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte ist noch unklar, wie es jetzt weitergeht. Die rot-grüne Bezirkskoalition hat mit ihren Stimmen eine „Aufstockung mit Auflagen“ als politisches Ziel des Bezirks durchgesetzt, auf das sie sich vorher mit „Fraktionsdisziplin“ geeinigt hatte.

Die auffallendste Bedingung, welche die Bezirkspolitiker gern beachtet sehen möchten, ist wohl die Beschränkung einer Bunker-Aufstockung auf drei Geschosse – statt der beantragten fünf. Ob der Bunkerpächter an einem solchen, etwas kleineren Projekt noch Interesse hat, wird sich zeigen. Falls er unter dieser Voraussetzung tatsächlich an den Aufstockungsplänen festhalten wollte, könnte man daraus ablesen, dass durchaus ein großzügiger finanzieller Spielraum (Gewinn) einkalkuliert war.

In der Projektvorstellung wurde uns gleich zu Anfang ein „Gleichgewicht aus kultureller Nutzung und Wirtschaftlichkeit“ versprochen (Quelle: „Der St. Pauli Stadtgarten auf dem Bunker Feldstraße“, 2014/2015, S. 2). Wenn nun bei einer Verringerung um zwei Geschosse die „Wirtschaftlichkeit“ immer noch gegeben sein sollte, müsste sie also vorher deutlichen Vorrang vor „kultureller Nutzung “ gehabt haben.

Eine solche Entwicklung könnte die Vermutung vieler bestätigen, dass es bei dem Projekt „Stadtgarten auf dem Bunker“ von vornherein in erster Linie um – aufwändig überdeckte – Geschäftsinteressen ging. Je höher ein Überschuss eventuell kalkuliert war, desto geringer könnte nun für den Geschäftsmann allerdings die Schwelle sein, das Bauprojekt auch mit drei Geschossen noch durchzuziehen. Welche Chancen wir jetzt haben, von einer dauerhaften Party-Verkleidung des Kriegskolosses verschont zu bleiben, ist auch daher leider etwas ungewiss.

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Aus der abgestimmten und bestätigten Beschlussvorlage der Bezirkskoalition:

Grafik: Beschluss

[Beschluss der Bezirkskoalition]

Probeabstimmung im Bezirk für Bunkeraufstockung, aber …

… der Drops ist noch nicht gelutscht!

Ein knappes Ja für die Bunkeraufstockung hat die Probeabstimmung der Fraktionen der Grünen und der SPD in Hamburg Mitte ergeben berichtet der NDR aber mit Auflagen für den Investor die das Projekt unprofitabel machen könnten …

 

Knappes Ja für den grünen Bunker

Zustimmung für ein ambitioniertes Projekt: SPD und Grüne im Bezirk Mitte sind für die Aufstockung des Bunkers an der Feldstraߟe, stellen aber Bedingungen. Heute entscheidet die Bezirksversammlung.

Source: www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Knappes-Ja-fuer-den-gruenen-Bunker,bunker924.html

 

Sonderentscheidung 5-stöckiger „Dachgarten“? Politiker offenbaren sich!

In einer Sondersitzung am Dienstag den 5. Juli 2016 will die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte über das Bauvorhaben auf dem Hochbunker Feldstraße abstimmen. Der Bezirk steht unter hohem Erwartungsdruck, einen mehrstöckigen Hotel- und Eventneubau zu genehmigen.

Eine aufwändige Medienkampagne, die einen Stahlbetonbau als scheinbar grünen „Stadt­garten“ verkauft, und eine im Hintergrund wirksame „Absichtsentscheidung“ der Landesregierung scheinen dem Bezirk fast schon den Weg vorzuzeichnen. Wenn man in Politik oder Verwaltung erfolgreich sein möchte, wie könnte man sich dann gegen die Wünsche der Parteiführung bzw. des Dienstherrn stellen?

Dahinter braucht dennoch kein blinder Automatismus stehen. Schließlich sind es die Bezirkspolitiker selbst, die den Termin jetzt kurzfristig angesetzt haben. Bereits seit mehr als einem Jahr sind sie mit den Konflikten rund um das Bauvorhaben Aufstockung Bunker konfrontiert. Soweit bekannt, haben sie sich in Details ausgiebig über das Bauvorhaben informiert, einige wichtige Grundfragen dabei allerdings kaum klären können oder wollen (Baurecht, Verschattung, Verkehrsbelastung, Denkmalschutz, Ökobilanz des Bauvorhabens, Werbeaufwendungen des Bunkerpächters etc.).

Wer am 4. November 2015 kurzfristig Gelegenheit hatte, die vom Bezirk zusammen mit dem Bau­antragsteller vorbereitete Veranstaltung mitzuerleben, mag erahnen, in welche Richtung treibende Kräfte im Bezirk steuern. Die Abstimmung als solche könnte also vielleicht nur wenig Überraschendes bringen.

Dennoch kann es spannend werden zu beobachten, wie die Bezirkspolitiker versuchen wollen, möglichst unbeschadet aus dem Konflikt hervorzugehen. Es ist ein Unterschied, nur vage zu erahnen oder es direkt zu erleben, wenn Politiker etablierter Parteien erstaunliche Entscheidungen treffen.

  • Wie ist es denkbar, einem Unternehmer, der die Öffentlichkeit systematisch über sein Vorhaben täuscht, ein höchst symbol- und renditeträchtiges Mahnmal mitten in der Stadt auf 99 Jahre anzuvertrauen?
  • Wer hat etwas davon, ihm neben einer – die Öffentlichkeit stark belastenden – Vergrößerung der »Mieten-Goldgrube« auch noch weitere Millionen zukommen zu lassen: auf die (ohnehin geringe) Pacht für 39 Jahre sogar ganz zu verzichten?

Offene Fragen, die man am 5. Juli also stellen könnte…
– eine Unterstützung für diejenigen, die Klarheit wollen!

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Aus der Ankündigung der Sondersitzung:

[Grafik: Öffentliche Bekanntmachung der Sitzung]

Fragenkatalog der Bezirksfraktionen von SPD und Grünen in HH-Mitte

Mitglieder der Bezirksfraktionen der SPD und der Grünen im Bezirksparlament Hamburg-Mitte haben einen umfangreichen Fragenkatalog zum Bauprojekt an den Senat gerichtet. Nun liegen die Antworten vor. Die mopo schreibt dazu:

Zoff um Bunker-Dachgarten: Zu wenig Parkplätze, zu viel Schatten aufs Karoviertel?

Senatsanfrage wirft viele neue Fragen um den Dachgarten auf.

Source: www.mopo.de/hamburg/zoff-um-bunker-dachgarten-zu-wenig-parkplaetze–zu-viel-schatten-aufs-karoviertel—24212902

 

 

Hallo St. Pauli!

Eine Investorengruppe um den Erbbaupächter des Bunkers am Heiligengeistfeld (Matzen KG) betreibt die Aufstockung des denkmalgeschützen Klotzes um fünf Stockwerke. Ein Hotel, ein Fitnessclub, Gastronomiebetriebe und eine Veranstaltungs- und Sporthalle sollen hier entstehen. „Gekrönt“ und den Anwohner verkauft werden soll dieses Investment mit einem begrünten Stadtgarten auf dem Dach, der über eine rund um das Gebäude angebrachte Fußgängerrampe öffentlich zugänglich sein soll.

Trotz zahlreicher Bedenken von Anwohnern, Städteplanern und Denkmaölsschützern das Genehmigungsverfahren zur Bunker-Aufstockung weiter betrieben. Auf die ernsten Sorgen aus der Bevölkerung kann oder will der Bezirk Hamburg-Mitte anscheinend nicht eingehen. Die Feldbunker-Initiative ist ein Zusammenschluss von Anwohner*innen die über dieses Projekt informieren und Widerstand organisieren möchte.