Graues Entsetzen: Kahlschlag vor dem Feldbunker

Heute muß es leider für Alle, die vielleicht noch Zweifel oder Hoffnung hatten, klar geworden sein:
Die Bunker-Aufstockung ist keine niedliche, naiv-grüne Blümchenwiese, sondern ein eher gewaltsames, rücksichtsloses Projekt.

Direkt vor dem Bunker wurden gestern und heute eine ganze Reihe kerngesunder Bäume gefällt. Sie wurden geopfert für die geplante Fluchtrampe, welche die Eventflächen der Aufstockung mit dem sicheren Boden verbinden soll.

Bäume, wie die aktuell gefällten, mit einem Kronendurchmesser von über 10 m werden jedoch leider für viele Jahrzehnte nicht durch einige Dutzend kümmerliche Büsche auf dem Dach, durch eine paar selbst-gezimmerte Karottenbeete oder durch „Stolplergrün“ auf der Rampe ersetzt werden können.

Die Befürworter der Initiative Hilldegarden mögen sich immer wieder für ihre eigenen Ideen begeistern und unermüdlich PR-angereicherte Führungen organisieren, doch diese gesunden Bäume direkt vor unserer aller Nasen haben sie offensichtlich bei all Ihren selbstverliebten Weltverbesserungs-Aktivitäten „ziemlich konsequent übersehen“.
Gibt es ein einziges Wort der Erkenntnis, der Abwägung, der Grün-Bilanzierung oder des Bedauern auf der Website von hilldegarden.org ?

NEIN.

Was hat man bei Hilldegarden nicht alles an Ideen gesammelt: Gemüsegarten, Insektenhotel, Baumhaus, Hängematten, Kräuterspirale, Ruhe-Oase, Wildblumenwiese. Jedoch, ein Konzept zum Erhalt der großen Bäume vor dem Feldbunker war wohl eine Nummer zu schwierig….oder zu unbequem oder zu teuer für den Investor. Dann also lieber Kahlschlag.

Was bleibt?

Vielleicht ein kleiner Text in der Gedenkstätte auf dem Dach, in der an alle Opfer dieses Bauwerkes erinnert wird.

Wie könnte ein passender Text lauten?

Wir schlagen vor: „Schöner Baum, stand dem Investor im Wege, bedenkenlos getötet am 8. Februar 2019.“

 

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